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Smart Cities Against Pollution

Vor Kurzem hat die Expo 2015 in Mailand ihre Pforten geschlossen

Im Anschluss an die erfolgreiche Weltausstellung hat Mailand nun die Führung einer weltweiten Initiative übernommen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Öffentlichkeit für das Thema Luftqualität zu sensibilisieren und letztendlich eine Verbesserung zu erreichen.

Mailand hat Städte aus aller Welt dazu eingeladen, sich an einem Netzwerk zur Verbesserung der Luftqualität zu beteiligen, das Ideen und Best-Practice-Konzepte teilt. Mit vereinten Kräften sollen Projekte umgesetzt werden, von denen alle profitieren.

Folgende Hauptakteure wurden eingeladen, Teil der Initiative zu werden:

  • a) Vertreter von großen und kleinen Städten, die ihre Ideen austauschen, Maßnahmen diskutieren und Projekte auf die Beine stellen;
  • b) innovative Unternehmen, die neue Technologien zur Verbesserung der Luftqualität entwickeln;
  • c) Unternehmen, die umweltfreundliche Strategien und Geschäftsmodelle verfolgen;
  • d) Forschungseinrichtungen, die ihre Erkenntnisse in puncto Luftqualität einbringen und dem Netzwerk wissenschaftlich beratend zur Seite stehen.

Eine Verbesserung der Luftqualität ist möglich

Smart Cities Against Pollution hat es sich zum Ziel gesetzt, eine konstruktive Diskussion anzustoßen und aufzuzeigen, dass zielgerichtete und ordnungsgemäß umgesetzte Richtlinien, Maßnahmen und moderne Technologien einen großen Einfluss auf die Luftqualität weltweit haben können.

Ziel der Initiative ist es, die effizientesten Vorgangsweisen, Maßnahmen und Technologien zu finden, um die Probleme der Luftverschmutzung zu lösen. Das erste Treffen des Netzwerks findet am 21. Juli als Nachveranstaltung zur Expo 2015 in der Gastgeberstadt Mailand statt. Treffen in anderen Städten rund um die Welt werden folgen.

Warum Luftverschmutzung reduziert werden muss

Hunderte Millionen Menschen leben tagtäglich in einem gesundheitsgefährdenden Umfeld

Luftverschmutzung war allein im Jahr 2012 für den frühzeitigen Tod von sieben Millionen Menschen verantwortlich – mehr als HIV, Malaria und Grippeviren zusammen.

 
Neben der offensichtlichen Bedrohung für das Leben von Menschen hat Luftverschmutzung auch negative Konsequenzen für die Wirtschaft (durch vermehrte krankheitsbedingte Ausfälle und somit beträchtliche Kosten für das Gesundheitssystem) und für die Lebensqualität (vor allem bei besonders gefährdeten Gruppen wie Kindern, älteren Menschen oder Asthmapatienten).

Raumluft kann bis zu sieben Mal stärker verschmutzt sein als Außenluft.

Ein hoher Preis für jeden Einzelnen

Die direkten, weltweit durch Luftverschmutzung verursachten Kosten, einschließlich Ernte- und Gebäudeschäden, belaufen sich auf etwa 23 Milliarden Euro pro Jahr. Indirekte Kosten, wie etwa auf Luftverschmutzung zurückzuführende Gesundheitskosten, werden auf 330 bis 940 Milliarden Euro geschätzt.
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Während die Luftverschmutzung in vielen Metropolen der Industrienationen ein ernstes Problem ist, stellt sie für Bewohner von Städten in Entwicklungsländern ein noch beträchtlicheres Gesundheitsrisiko dar.